Mit einer Taste am Lenker wird dem OpenBikeSensor bestätigt, dass ein Überholvorgang statt gefunden hat.

Mit einer Taste am Lenker wird dem OpenBikeSensor bestätigt, dass ein Überholvorgang statt gefunden hat. © OpenBikeSensor

Projektideen zum OpenBikeSensor

Das Thema „enges Überholen“ bewegt sehr viele Menschen, entsprechend groß ist das Interesse in der Fahrrad-Community, selbst mit einem Sensor unterwegs zu sein. Hier gibt es konkrete Ideen, wie du den Sensor für deine ADFC-Arbeit einsetzen kannst.

Projektidee: Sensoren an Radfahrende vor Ort verleihen

Das Thema „enges Überholen“ bewegt sehr viele Menschen, entsprechend groß ist das Interesse in der Fahrrad-Community, selbst mit einem Sensor unterwegs zu sein. Der Verleih von Sensoren bietet sich daher an. So erhaltet ihr gleichzeitig Daten von unterschiedlichen Wegen und Personen und habt einen guten Aufhänger für mediale Berichterstattung. Eventuell kennt ihr bereits einen Ort, an dem häufig eng überholt wird, und zu dem ihr belastbares Material sammeln wollt – sucht dann gezielt nach Personen, die dort entlangfahren.

Checkliste Verleih

  • Per Pressemitteilung und über eure eigenen Medien sucht ihr nach Interessierten.
  • Ein Zeitraum von 2-4 Wochen pro Person bietet sich an. Bei der Übergabe der Sensoren wird eine kurze Einweisung notwendig sein.
  • Denkt bei der Auswahl daran, möglichst vielfältige Radfahrende auszuwählen z.B. in Hinblick auf Alter, Geschlecht, Fahrverhalten (Zeiten, Streckenlänge).
  • Die Einweisung in Montage und Nutzung kann persönlich oder per Video erfolgen. Der ADFC Region Hannover sammelt damit gerade Erfahrungen, die hier geteilt werden.
  • Nutzt den direkten Kontakt auch für Mitgliederwerbung!
  • Denkt nach einigen Wochen oder Monaten an eine Pressemitteilung und eigene Berichterstattung über den Projektverlauf: wie viele Menschen haben sich beworben? Wie viele Kilometer wurden mit Sensor geradelt? Wie eng wurde überholt und wie oft wurde zu eng überholt? Welche Hotspots gibt es? Visualisierte Ergebnisse eignen sich besonders gut, wie zum Beispiel in einer Heatmap.

Projektidee: Abstandsmessungen durch die Kommunen fordern

Der ADFC Region Hannover engagiert sich schon lange intensiv für die Sicherheit von Radfahrenden. Denn nirgendwo sind die Zahlen körpergeschädigter Radfahrender höher – ein wichtiges Argument gegenüber der Kommune, dass diese sich stärker engagieren muss. Entstanden ist daraus ein gemeinsames Projekt: Die Verwaltung hat 50 Sensoren finanziert und verleiht diese im Frühjahr 2021 an Bürger*innen. Nach der Einsatzphase werden Heatmaps erstellt. Anschließende Umbauten von besonders betroffenen Stellen sind beabsichtigt.

Der ADFC übernimmt die Einweisung in die Sensornutzung und –montage als Service für die Kommune. Darüber hinaus fokussiert er sich auf seine Rolle als Fahrrad-Lobbyist. Projektmanagement, Datenschutzaspekte, Auswertung der Daten etc. liegen bei der Kommune.

Mitmachen und Erfahrungsaustausch erwünscht

Macht mit und helft mit dem OpenBikeSensor Radfahren sicherer zu machen. Informiert gerne Johanna Drescher über eure Pläne, damit andere im ADFC von euren Erfahrungen lernen können. Aktuell ist der Slack-Kanal der richtige Ort für Fragen und Erfahrungsaustausch. Aber auch ein ADFC-interner Austausch ist bei Bedarf möglich.

Kontaktperson: Johanna Drescher, johanna.drescher [at] adfc.de

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