Radfahrer von der Seite aufgenommen auf Pedelec im Regen unterwegs.

Regenwetter lässt sich mit passender Ausstattung begegnen. © www.pd-f.de / Luka Gorjup / Lux Fotowerk

Schutzblech und Kettenschutz

Wenn es regnet, schlägt die Stunde von Schutzblech und Kettenschutz. Sie sind nahezu unersetzlich für Radfahrende, die bei jedem Wetter Rad fahren möchten. Der ADFC hat zusammengefasst, wie Radfahrende sauber bleiben.

Die Wirkung von Schutzblechen liegt auf der Hand: Das vordere schützt Schuhe und Hose, das hintere Blech schützt nicht nur den nachfolgenden Verkehr, sondern auch die Rückseite des Fahrers oder der Fahrerin vor unschönen Verzierungen.

Der ADFC empfiehlt möglichst lange Schutzbleche mit einem kleinen, oft angewinkelten Zusatz-Spritzschutz aus Kunststoff. Große Spritzschutzlappen aus weichem Kunststoff können wegen ihres Gewichts die Lenkdynamik beeinflussen und die leichten Kunststoffbleche und Streben überlasten. Es gibt jedoch auch leichtere Modelle der großen Spritzschutzlappen.

 

Bei Fahrradschutzblechen auf Abstand und Breite achten

Optimal ist ein Abstand von etwa fünf Millimetern vom Schutzblech zum Reifen, denn je weiter ein Schutzblech vom Reifen absteht, desto mehr Spritzwasser kann sich an ihm vorbeimogeln.

Radfahrende, die im Winter auf dickere Reifen wechseln, zum Beispiel mit Spikes, brauchen mehr Platz und breitere Bleche.

Auf Sicherheitsclips am Schutzblech achten

Wer Schutzbleche nachrüsten möchte, hat es leichter, wenn an Rahmen und Gabel Aufnahmeösen zu finden sind. So lassen sich die Bleche vibrationsfrei anbringen.

Die europäische Norm verlangt zudem vorne einen auslösenden Sicherheitsclip. Darauf sollten Radfahrende unbedingt achten: Falls etwa ein Ast in die Speichen gerät und die Schutzblechstreben mit sich zieht, kann sich das Schutzblech verformen und den Reifen blockieren. Das kann einen Sturz nach sich ziehen. Mit den auslösenden Sicherheitsclips soll das nicht passieren.

Ein Kettenschutz verlängert das Leben von Kette, Ritzel und Co.

Kettenschützer halten nicht nur Schmiere von der Hose, sondern auch Schmutz und Wasser von Kette, Kettenblatt und Ritzel fern. Sie sorgen so für eine wesentlich längere Lebensdauer des Antriebs. Das gilt vor allem für geschlossene Kettenkästen, die allerdings nur bei Nabenschaltungen eingesetzt werden können.

Für Nabenschaltungen gibt es einfach zu montierende Standardschützer. Ein passender Kettenschutz ist von vielen Faktoren abhängig, daher sollte sich Interessierte im Fachhandel beraten lassen.

Einen Vollkettenschutz, wie ihn zum Beispiel der Kettenkasten an Hollandrädern bietet, gibt es für Kettenschaltungen systembedingt nicht. Hier kann ein Teilkettenschutz zum Beispiel den oberen Kettenlauf und Teile des Kettenblatts bedecken und so zumindest Hosenbeine einigermaßen frei von Schmiere halten. Spritzwasser und Schmutz gelangen trotzdem auf den Kettenstrang.

Lässt sich ein Kettenschutz nachrüsten?

Es gibt auch Nachrüstsets, die Kette, Ritzel und Kettenblatt von Nabenschaltungen nahezu vollständig umfassen. Ein so geschützter Antrieb bleibt lange wartungsfrei - auch bei gesalzenem Winterwetter.

Zurück zum Herbst-Dossier

alle Themen anzeigen

Werde ADFC-Mitglied!

Unterstütze den ADFC und die Rad-Lobby, werde Mitglied und nutze exklusive Vorteile!

  • exklusive deutschlandweite Pannenhilfe
  • exklusives Mitgliedermagazin als E-Paper
  • Rechtsschutzversicherung
  • Vorteile bei vielen Kooperationspartnern
  • und vieles mehr

Dein Mitgliedsbeitrag macht den ADFC stark!

Zum Beitrittsformular

Verwandte Themen

Großaufnahme der Classified-Nabe in einem Hinterrad.

Ausprobiert: Nachzügler

In der Radwelt-Ausgabe 4.2024 haben wir im Artikel "Antriebswende" neue Schaltungs- und Antriebssysteme vorgestellt. Ein…

Projekt MTB-Marathon Teil 1: Trainingsstart mit neuer Ausrüstung

Es geht los: Rad und einiges Material sind eingetroffen, erste Kilometer bei kalten Temperaturen gesammelt. Die Beine…

Ein  Mountainbike-Fahrer, verschmutzt und mit Startnummer am Lenker, sichtbar bis knapp oberhalb des Lenkers, fährt bergauf. Im Hinergrund ist ein weiterer Fahrer zu sehen.

Projekt Mtb-Marathon: Mountainbike und Zubehör im Langzeit-Fahrtest

Das Ziel: Ein Mountainbike-Marathon Mitte 2025. Vorbereitung und Teilnahme sind ein Stresstest für Fahrer und Material.…

Radfahrerin im Winter

Tipps zur Fahrradpflege im Winter

Schnee, Eis und Streusalz können Fahrrädern im Winter ordentlich zusetzen. Das ist nicht nur lästig, sondern kann auch…

Im Winter gilt: Warm anziehen - aber nicht zu warm. Das "Zwiebelprinzip" hilft.

Radfahren im Winter: Sicher unterwegs trotz Eis und Schnee

Immer mehr Menschen fahren auch im Winter Fahrrad. Damit Nässe, Schnee oder Glätte Radfahrende nicht ins Schleudern…

Auf Wintertour im Harz

Radfahren bei Eis und Schnee

Immer mehr Menschen wollen auch im Winterhalbjahr Radfahren. Das ist gut so, denn wenn das Tageslicht fehlt und der…

Eine Frau und ein Mann fahren bei Dunkelheit in der Stadt mit dem Rad.

Beleuchtung und Bekleidung im Winter

Wie schlecht sie bei Dunkelheit ohne Licht gesehen werden, unterschätzen viele Radfahrende. Es gilt: Sehen und gesehen…

Radfahrer auf einem Brompton G-Line bei regenerischem Wetter in der Stadt.

Gesehen und Gefahren: Brompton mit Wachstumsschub

Das Brompton ist ein Faltrad-Klassiker und eigentlich längst aus dem Alter heraus, in dem man noch wächst. Aber trotzdem…

Eine Person hält ein Modell eines Beckens auf einen Fahrradsattel. Das Foto veranschaulicht die Analyse der Ergonomie zwischen menschlicher Anatomie und Fahrradsitz.

Ergonomie auf zwei Rädern: Beschwerden vorbeugen

Wer ergonomisch auf dem Rad sitzt, tut dem Körper Gutes und kann jede Tour noch mehr genießen. Der ADFC gibt Tipps zum…

https://spielwiese.adfc.de/artikel/schutzblech-und-kettenschutz

Bleiben Sie in Kontakt